Verbindungsgeschichte KÖSTV Hohensalzburg

 

Der ursprüngliche Name der Hohensalzburg war die Bajuvaria. Diese Verbindung wurde am 14. April 1928 als 2. Salzburger Korporation gegründet. Das Verbindungsheim war im Gasthof Wegscheid in der Augustinergasse in der Stadt Salzburg. Das starke Mitgliederwachstum der 1. Salzburger Korporation, der KÖSTV Almgau, führte zu deren Teilung, wobei die Realschüler und Gymnasiasten bei Almgau verblieben und die Übrigen sich in der Bajuvaria fanden. Der erste Stifter der Bajuvaria war der damalige Bezirksschulinspektor Josef Weyrich.

Am 23. März 1931 erfolgte durch die Bajuwaria der einstimmige Beschluss, dass die Angehörigen der katholischen Studentenverbindung „Bajuvaria“ die Studenten der Staatsgewerbeschule für Hochbau und Elektrotechnik in Salzburg sind, eine eigene Studentenverbindung mit dem Namen „Langobardia“ – die jetzige Ivaria gründen. Die „Langobardia“ wurde am 25. April 1931 beim Publikationskommers im Theatersaal des Kolpinhauses der Öffentlichkeit vorgestellt.

In den folgenden Jahren verstärkte sich die Hetze der Nationalen gegenüber den katholischen Verbindungen massiv. Daher entschlossen sich 1931 die drei Salzburger katholischen Korporationen zu einem Salzburger Kartellverband zusammen zuschließen, um dem Ansturm der Deutschnationalen, wenn notwendig mächtig entgegen zu treten. Interne Querelen führten zur zwischenzeitlichen Auflösung im Jahre 1933. Trotzdem fanden sich wieder Burschen der drei Verbindungen und schlossen sich 1937 zum Salzburger Landesverband zusammen.

Ein besonderes Ereignis stellte der Pennälertag zu Pfingsten des Jahres 1937, der in Salzburg abgehalten wurde. Der Kommers fand im Festspielhaus statt. Bundesbruder Reg. Rat. Fritz Zacke v. Dr. cer. Perkeo meisterte als Präsidium diese couleurstudentische Großveranstaltung mit Bravour. Es waren die letzten Tage des freien Österreichs, von denen auch die einzelnen MKV-Verbindungen stark betroffen waren.

Leider zeigte im Jahre 1938 ein bedrohliches Wetterleuchten am politischen Himmel den aufkommenden Sturm an, den es zu überstehen galt. Am 12.3. in der Früh begann der Einmarsch der Wehrmacht in Österreich. Mit ihr zogen SS-Kommandos ein, die mit ihrem Terrorregime unverzüglich begannen. Auf Drängen Bundeskanzlers Seyß-Inquart, Vertrauensmann der Nationalsozialisten trat am 13.3. Bundespräsident Miklas zurück, seine Funktion ging auf den Bundeskanzler über, um am selben Tag noch den Anschluss zu vollziehen.

Da eine Anzahl an Bajuwaren an den nationalsozialistischen Kundgebungen teilnahmen, wurde am 13.3.1938 wurde eine Vollversammlung einberufen und beschlossen, dass die Teilnahme an diesen Kundgebungen mit unseren Verbindungsprinzipien unvereinbar sei, woraufhin diese Mitglieder zu entlassen seien. Dieser Beschluss wurde angenommen und einige Bajuwaren verließen die Verbindung. Bei der Langobardia waren die Verhältnisse ähnlich, und so wurde beschlossen, die beiden Verbindungen vorläufig zusammenzulegen, um besser bestehen zu können.

Die Sturmflut die nun über uns zu überstürzen drohte, war kaum aufzuhalten. Der letzte Tag und die letzte Stunde des freien Österreichs zwang uns soweit möglich alle Couleurartikel sowie das Verbindungsinventar in Sicherheit vor der Gestapo zu bringen. Für viele Mitglieder der katholischen Verbände begann nun ein innerer und äußerer Leidensweg, da der abgeleistete Burscheneid auf die vier Prinzipen unvereinbar mit dem menschenunwürdigen nationalsozialistischen Gedankengut war. Diese Leidenszeit die schließlich in einem blutigen Krieg und in ein Chaos mündete, wurde durch die Schikanen der Gestapo eingeleitet und so mancher unserer Bundes- und Kartellbrüder ging den Weg ins Konzentrationslager.

Die Lebensfreundschaft der Bundes- und Kartellbrüder erlosch jedoch auch nicht in der Folgezeit sondern verband diese immer und zu jeder Zeit.

Nur kurz nachdem dieser unselige Krieg beendet war, fanden sich die ersten Bundes- und Kartellbrüder wieder um die Verbindungen neu zum Leben zu erwecken und ehestens in Schwung zu bringen.

Während der Besatzungszeit durften die Verbindungen Bajuvaria und Langobardia aus politischen Gründen, ihren bisherigen Namen nicht mehr führen. Sie mussten diese in „Hohensalzburg“ und „Ivaria“ ändern.

Bis zum 10. Februar 1950 waren die drei Salzburger katholischen Korporationen in einer Art Arbeitsgemeinschaft zusammen geführt.

 

Studentenlied